LED

Welches LED-Leuchtmittel für Designerleuchten? Sockel, Lumen, Dimmen, CRI

Eine Designerleuchte ist nur so gut wie das Leuchtmittel darin. Das falsche macht aus einem Holzfurnierschirm eine fahle Scheibe, das richtige lässt ihn glühen. Bei vielen Leuchten ist das Leuchtmittel außerdem sichtbar – dann ist es kein Ersatzteil, sondern Teil des Designs. Dieser Ratgeber erklärt die fünf Angaben, die auf jeder LED-Verpackung stehen, und was sie für dein Zuhause bedeuten.

1. Der Sockel: E27, E14, GU10

Der Sockel muss passen, sonst passt nichts. Die drei häufigsten bei Wohnraumleuchten:

  • E27 – das große Schraubgewinde (27 mm). Standard bei den meisten Pendel-, Steh- und größeren Tischleuchten, auch bei fast allen LZF-Modellen mit austauschbarem Leuchtmittel.
  • E14 – das kleine Schraubgewinde (14 mm). Bei kleinen Tisch- und Wandleuchten, etwa der JUNCO mini von TUNDS.
  • GU10 – Stecksockel für Spots und Strahler, im Wohnbereich seltener.

Viele Designerleuchten haben inzwischen eine integrierte LED – dann entfällt die Wahl, dafür sind Lichtfarbe und Dimmung ab Werk abgestimmt. Bei Vibia zum Beispiel ist das fast immer so; bei LZF gibt es beides. In den technischen Angaben auf unseren Produktseiten steht, was gilt.

2. Die Helligkeit: Lumen statt Watt

Watt sagt, wie viel Strom das Leuchtmittel verbraucht – nicht, wie hell es ist. Die Helligkeit steht in Lumen (lm). Als grobe Brücke: Eine alte 40-W-Glühbirne entsprach etwa 400 lm, 60 W etwa 700 lm, 100 W etwa 1300 lm.

Was du wofür brauchst:

  • 200–400 lm – Stimmungslicht. Tischleuchte auf dem Sideboard, Wandleuchte im Flur, Nachttisch.
  • 400–600 lm – Pendelleuchte über einem kleinen Tisch, Stehleuchte im Wohnzimmer.
  • 600–900 lm – Leseleuchte, Pendel über einem Tisch für vier bis sechs Personen.
  • ab 1000 lm – Grundlicht für Küche oder Arbeitsplatz. Im Wohnbereich selten nötig.

Bei Holzfurnier-Leuchten kommt ein Teil des Lichts nicht durch den Schirm – hier darfst du eher am oberen Ende der Spanne wählen. Bei offenen Leuchten mit sichtbarem Leuchtmittel eher am unteren Ende, sonst blendet es.

3. Die Lichtfarbe: Kelvin

Die Lichtfarbe wird in Kelvin (K) angegeben – je niedriger, desto wärmer. Für den Wohnbereich gilt:

  • 1800–2200 K – Kerzen- und Kaminlicht. Typisch für Filament-LEDs mit goldenem Glas. Für sichtbare Leuchtmittel und für den späten Abend.
  • 2700 K – das klassische Warmweiß der Glühbirne. Die richtige Wahl für fast alle Wohnräume und für Holzfurnier.
  • 3000 K – noch warm, aber sachlicher. Für Küche und Bad.
  • ab 4000 K – neutral bis kalt. Gehört ins Büro, nicht ins Wohnzimmer.

Wie die Kelvin-Zahl genau wirkt und wie du Lichtfarben im Raum kombinierst, erklärt unser Ratgeber Farbtemperatur erklärt.

4. Die Farbwiedergabe: CRI

Der Farbwiedergabeindex (CRI oder Ra) sagt, wie natürlich Farben unter diesem Licht aussehen. 100 ist Tageslicht. Günstige LEDs liegen bei 80 – Holz wirkt dann gräulich, Haut fahl, Essen unappetitlich. Für Designerleuchten und für alles aus Holz empfehlen wir CRI 90 oder höher. Die Porzellan-LEDs von Creative-Cables erreichen CRI 95 – den Unterschied sieht man sofort an der Maserung eines Furnierschirms.

5. Dimmbarkeit

Nicht jede LED lässt sich dimmen – und eine nicht dimmbare LED an einem Dimmer flackert, brummt oder geht kaputt. Achte deshalb auf die Angabe „dimmbar“, wenn deine Leuchte an einem Dimmer hängt. Und der Dimmer selbst muss für LEDs geeignet sein: Ein alter Glühlampen-Dimmer (Phasenanschnitt) ist für die meisten LEDs die falsche Technik; LED-Dimmer mit Phasenabschnitt (auch „Trailing Edge“) sind der sichere Weg. Im Zweifel: Leuchte, Leuchtmittel und Dimmer vom selben System – oder uns fragen.

Ein kleiner Effekt, den viele lieben: Manche Filament-LEDs werden beim Dimmen nicht nur dunkler, sondern auch wärmer – wie eine Glühbirne. Auf der Verpackung heißt das „Dim to Warm“.

Welche Bauform für welche Leuchte?

Wenn das Leuchtmittel sichtbar ist, entscheidet die Form mit über den Charakter der Leuchte:

  • Globe (G95, G125, G200) – die große Kugel. Als Einzelstück an einem Textilkabel oder in offenen Pendelleuchten ein Objekt für sich. Gold- oder Rauchglas mit Spiralfaden für den wärmsten Look.
  • Edison / ST64 – die klassische Birnenform mit sichtbarem Faden. Passt zu Leuchten mit Metall und Holz.
  • Halbkugel mit Silber- oder Goldkappe – die Kappe spiegelt das Licht zurück in den Schirm, nichts blendet. Ideal für Pendelleuchten, bei denen man von unten hineinsieht.
  • Porzellan / Milchglas – matter, gleichmäßiger Leuchtkörper ohne sichtbaren Faden. Die richtige Wahl für Holzfurnier- und Stoffschirme, weil kein Faden durchzeichnet.
  • Ghost Line – die LED sitzt als kaum sichtbare Linie im rauchigen Glas. Tagsüber ein Glasobjekt, abends ein schwebender Lichtstrich.

Kurz zusammengefasst

Für eine Holzfurnier-Pendelleuchte über dem Esstisch: E27, 600–800 lm, 2700 K, CRI 90+, dimmbar, Porzellan oder Milchglas. Für eine offene Leuchte mit sichtbarem Leuchtmittel: E27, 250–400 lm, 1800–2200 K, Filament-Globe, dimmbar. Für den Nachttisch: E14 oder E27, 200–300 lm, 2700 K, matt.

Alle Leuchtmittel, die wir für unsere Leuchten empfehlen, findest du in der Leuchtmittel-Auswahl – über 170 LED-Leuchtmittel von Creative-Cables, alle mit Angabe von Sockel, Lumen, Kelvin und Dimmbarkeit.

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